Ein Erfahrungsbericht
Nachtmodus
Fotoquelle: Deutsches Weininstitut
Die Kunst des gelungenen Auftritts
Ob auf der großen Bühne oder vor der Kamera – wer im Rampenlicht steht, braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch die Fähigkeit, souverän aufzutreten. Katrin Lang war 2022/2023 Deutsche Weinkönigin und weiß das aus eigener Erfahrung. Während ihrer Amtszeit war sie auf über 200 Veranstaltungen weltweit im Einsatz und musste sich dabei immer sicher und authentisch präsentieren. In diesem Interview gibt sie Einblick in ihre Herausforderungen, ihre Erfolge und die wertvollen Lektionen, die sie auf ihrem Weg gelernt hat.
Claudia Haas-Steigerwald (CHS): Was waren für Sie die drei größten Herausforderungen für Sie auf der Bühne und vor der Kamera?
Katrin Lang: „Eine Herausforderung war für mich, im Mittelpunkt zu stehen und die Gewissheit zu haben, dass alle Aufmerksamkeit auf mich gerichtet ist. Auch war der Gedanke für mich herausfordernd, die einmalige Redegelegenheit nutzen zu wollen, im Bewusstsein, dass es keine Möglichkeit zur Korrektur gibt. Und dann war da noch der eigene Anspruch, den Erwartungen der Zuhörer gerecht zu werden – was erwarten sie von mir, und bin ich in der Lage, dies zu erfüllen?“
CHS: Als Weinkönigin waren Sie auf vielen Veranstaltungen auf der ganzen Welt unterwegs. Dabei mussten Sie auch viele Reden halten. Was fiel Ihnen besonders leicht?
Katrin Lang: „Ich spreche gerne und mit Leidenschaft über meine Herzensthemen und begeistere damit auch andere. Dabei bleibe ich authentisch, ohne mich in eine Rolle zu zwingen – ich bin einfach ich. Mein Fokus liegt darauf, mit dem Publikum in einen echten Austausch zu treten, anstatt mich über sie zu stellen.“
CHS: Sicher gab es auch was, was Ihnen beim Reden auf der Bühne und vor der Kamera besonders schwerfiel. Was war das und wie haben Sie diese Aufgaben gemeistert?
Katrin Lang: „Ich habe gelernt, meine Gedankengänge klar und strukturiert zu formulieren, sodass mein Publikum mir problemlos folgen kann. Dabei war es mir wichtig, verständlich und logisch zu sprechen, in einem angemessenen Tempo, ohne mich zu verhaspeln. Um dies zu meistern, habe ich mir vor jeder Rede bewusst gemacht, wer mein Publikum ist, welchen Wissensstand die Zuhörer haben und in welchem Kontext die Veranstaltung stattfindet – sei es ein Seminar, eine Unterhaltung oder eine andere Art von Vortrag.
Ich habe meine Sprache und die vermittelten Informationen entsprechend angepasst, ohne mich dabei zu verstellen. Mein Ziel war es stets, die Menschen abzuholen und mitzunehmen, sodass sie den Inhalt nicht nur verstehen, sondern sich auch angesprochen fühlen.“
CHS: Ich trainiere seit vielen Jahren für das Deutsche Weininstitut die Kandidatinnen zur Wahl der Deutschen Weinkönigin. Da haben auch wir uns kennengelernt. Sie waren damals eine der Teilnehmerinnen meines Trainings. Was hat Ihnen diese Vorbereitung gebracht und was konnten Sie davon anwenden?
Katrin Lang: „Ja, das war ein super Trainingstag bei Ihnen. Ich erinnere mich gut daran und habe viel mitgenommen. Ich konnte mich selbst reflektieren und habe eine Antwort auf die Frage bekommen, wie ich selbst auf andere wirke. Auch habe ich die Macht der Sprache und Aussprache erkannt. Sie spielt eine entscheidende Rolle. Ein gezieltes Kommunikationstraining ist daher auf vielen Ebenen essenziell. Es beschränkt sich nicht nur auf die Bühne, sondern ist auch im Alltag und in kleineren Gesprächen von großer Bedeutung. Seit dem Training bei Ihnen achte ich als Zuhörerin nicht nur auf den inhaltlichen Kern einer Rede, sondern auch auf die Art und Weise der Präsentation und das gesamte Umfeld der Kommunikation.“
CHS: Was würden Sie anderen Menschen, die auf der Bühne oder vor der Kamera stehen raten, was sie im Vorfeld tun können, um souverän zu bleiben?
Katrin Lang: „Ein grundlegendes Konzept entwerfen! Es dient als Orientierung, muss aber nicht strikt eingehalten werden, da Vorträge und Gespräche stets eine gewisse Dynamik haben. Dabei sollte ich mir folgende Fragen stellen: Welche Kernbotschaft möchte ich vermitteln? und Wer ist mein Publikum?“
CHS: Würden Sie Menschen dazu raten, sich vorher trainieren zu lassen?
Katrin Lang: „Auf jeden Fall! Ein solches Training, wie Sie es bei uns durchgeführt haben, ist wichtig, um zu verstehen, welche Wirkung man auf andere hat.“
CHS: Wie ist es für Sie, wenn Sie jetzt auf die Bühne gehen? Hat sich im Laufe des Amtsjahres etwas für Sie verändert?
Katrin Lang: „Es hat mich in vielerlei Hinsicht wachsen lassen. Ich habe gelernt, selbstbewusster aufzutreten, klarer zu kommunizieren und mich in unterschiedlichsten Situationen souverän zu präsentieren. Dabei merke ich, dass meine Nervosität mit der Zeit nachlässt und ich mich immer mehr traue, spontan zu agieren. Vor allem aber habe ich erkannt, dass Authentizität der Schlüssel ist – nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Leben. Die Erfahrungen, die ich in diesem Jahr gesammelt habe, werden mich mein Leben lang begleiten und prägen.“
Das Beispiel von Katrin Lang zeigt einmal mehr, dass ein Kommunikations- und Rhetoriktraining unterstützend wichtig ist. Besonders für Menschen, die auf der Bühne und vor der Kamera stehen können Sprechmethoden eine wertvolle Hilfe sein, wenn es um Schlagfertigkeit und einen souveränen Auftritt geht.
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